Fußball funktioniert nicht

Fussball funktioniert nicht
Fußball funktioniert nicht

Eine Allegorie? Sarkasmus? Humorvolles Potpourri? Entscheide selbst.

Die fanatischen Befürworter des Fußballs erzählen uns, dass das ein unglaublich aufregender Sport ist. Das Spielen soll angeblich genauso viel Spaß machen wie das Zuschauen. Entweder sind die alle dämlich oder wollen uns reinlegen oder beides, denn wir haben Fußball ausprobiert – und es hat nicht funktioniert.

Zuallererst sind die Anforderungen des Spiels kompletter Blödsinn: Es skaliert nicht. Sie sagen, man braucht 11 Spieler pro Mannschaft. Das ist vollkommen ineffizient. Die beste Anzahl von Spielern ist ganz klar drei: Zwei Leute auf dem Feld und einer im Tor. So haben wir denn auch gespielt: Drei Leute pro Mannschaft.

Mit nur drei Spielern brauchten wir kein so riesiges Spielfeld (eine weitere offensichtliche Ineffizienz und ein Skalierungsproblem), also haben wir nur den etwas vergrößerten Mittelkreis benutzt. Der Kreis mit seinem optimalen Verhältnis von Flächeninhalt zu Umfang ist viel effizienter als das Rechteck, wie es von den Fußballunterstützern gefordert wird. Zuerst haben wir es mit einem großen Rechteck probiert, aber wir haben fast keine Tore erzielt. Aus irgend einem Grund haben die Fußballtypen nicht verstanden, dass die Abstände viel zu weit zum Laufen sind.

Die Ausrüstung, die von diesen Fußballtypen gefordert wird, ist lächerlich, anachronistisch und schädlich für die Umwelt. Dieser „Fußball“ soll aus Leder oder Kunststoff gemacht werden. Sowohl die Kunststofferzeugung aus Erdöl als auch die Aufzucht von Kühen oder Schweinen zur Gewinnung von Leder erzeugt tonnenweise Treibhausgase, so dass wir uns nach anderen Bällen umsehen mussten. Zuerst probierten wir es mit Bindfadenknäueln, aber die Tatsache, dass sie während des Spiels immer kleiner wurden, machte die Sache schwierig, besonders in der zweiten Halbzeit. Golfbälle flogen zu weit und waren sowohl schwer zu treffen als auch schwer zu fangen. Eines unserer Teams verlegte sich auf Puppenköpfe, gab aber wieder auf, da sie Probleme mit ihren Familienmitgliedern bekamen. Es ist uns ein Rätsel, wieso die Fußballbefürworter ein Spiel forcieren können, das zu solchen Problemen führt.

Am Ende sind wir bei Wollsocken gelandet, die wir mit Altpapier ausgestopft und zugeknotet haben. Die sind leicht zu fangen, fliegen nicht so weit und die Spieler brauchen keine teuren Fußballschuhe mehr, sondern können auch barfuß spielen.

Wo wir gerade von fangen sprechen, ein weiteres Problem, das die Fußballanhänger nicht sauber gelöst haben, ist das des Torwarts. Da ein Mann im Tor steht und wir nur zwei Feldspieler haben, müssen diese rennen wie blöd – dadurch geht das Spiel viel zu lang und durch den Torwart gibt es viel zu wenig Tore. Und das, obwohl wir das Tor auch optimiert haben. Ein eckiges Tor für einen runden Ball – wer kommt auf so eine Idee? Ein halbkreisförmiges Tor ist dagegen optimal und passt nicht nur besser zur Form des Balls, sondern auch zum runden Spielfeld. Nach langem Herumprobieren haben wir herausgefunden – warum die Erfinder des Fußball das nicht geschafft haben, bleibt uns ein Rätsel – dass es schrecklich ineffizient ist, einen Spieler die ganze Zeit über ins Tor zu stellen. Da steht er dann und langweilt sich, während die anderen sich die Hacken ablaufen. Stattdessen übernimmt bei uns jetzt immer der Spieler, der dem Tor am nächsten ist, die Verteidigung. Dadurch können wir drei Spieler auf dem Spielfeld haben, was unsere Ressourcen viel besser ausnutzt – ein weiterer Beweis dafür, dass Fußball nicht skaliert.

Was allerdings die gesamte „Fußball“-Idee komplett ad absurdum führt, ist diese Erkenntnis: Selbst mit all diesen Verbesserungen macht das Spiel einfach überhaupt keinen Spaß.

Wir haben Fußball ausprobiert und es hat nicht funktioniert.

Dieser Artikel ist eine freie Übersetzung des Artikels „We Tried Baseball and It Didn‘t Work“ von Ron Jeffries (https://ronjeffries.com/xprog/articles/jatbaseball/). Übersetzung von Markus Kling, veröffentlicht mit freundlicher Genehmigung von Ron Jeffries.

Copyright des englischen Originals: Copyright © 1998-forever Ronald E Jeffries (https://ronjeffries.com/)

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